Montag, 9. November 2009

Dosenwurst mit Toast Hawaii

Meine Schwester und ich haben ab sofort den Montag zum neuen TV-Rudel-Guck-Tag ernannt. Nach zahlreichen Runden beim Wasserballett (auch: Aquafit) haben wir es gerade noch knapp 4 Minuten vor Anpfiff von Bauer sucht Frau auf die Couch geschafft.


Was heute geschah: Herr Clausen, unser fröhlicher Friese, weiß zu beeindrucken: nach Komplimenten und Kaffee zum Frühstück, geht es ab in eine ganze Scheune voller Traktoren und Mähdrescher – bar bezahlt. Dafür lässt sich die flotte Andrea auch mal an den Hintern tatschen, für Schwindelfreie gab es dann noch einen Ausflug vom eigenen Windrad mit Blick über seinen ganzen Besitz – ungefähr halb Nordfriesland. Claus Clausen weiß definitiv zu beeindrucken, aber was ist eigentlich Dosenwurst?

Ein Kälbchen schlüpft und Dieter, der fleißige Rinderwirt ist durchaus angetan von Heikes Einsatz. Seine Mutter hingegen, nennen wir sie Daggi II, eher weniger, sie wartet hinter der Küchentür, um beim ersten Fehler der Friseurin in einem wahren Keifkonzert hervorzupreschen… gruselig … bitte, es geht doch nur um Teig, da müssen wir doch noch nicht den lieben Herrn bemühen.


Mein Lieblingspärchen: Milchbauer Josef nimmt erste Tuchfühlung mit der kleinen Narumol auf, diese überzeugt durch Putz-, Koch- und Melk-, jedoch weniger durch Sprechkünste. Doch dies scheint den frommen Bayer nicht zu stören, gebetet wird immer noch auf katholisch! Und schließlich werden beide untertitelt… so entscheidet sich unser Josef auch schließlich dafür, Michaela abzusagen und das kleine Kätzchen zu behalten… ;-)

Auch bei unserem Pfälzer und seiner Tierpflegerin läuft es weiter wie geschmiert, gemeinsames Holz hacken und Wasserspiele mit Troll festigen die zarten Bande – nur sollte sich Markus schnellstens einen Kaffeemaschine anschaffen, Instantkaffee zum Frühstück ist untragbar.

Tobias, williger Winzer aus Rheinland-Pfalz will nicht direkt mit der „Türklinke“ ins Haus fallen, doch seine „Hungry Eyes“ bei Toast Hawaii sprechen Bände…



Wir können uns sicher auf weitere erheiternde Folgen freuen!

Sonntag, 8. November 2009

Voices

Voices - Das Festival der Stimmen in Ratingen - lohnt sich auf jeden Fall! Bereits im vergangenen Jahr durften wir dort musikalische Leckerbissen genießen, was uns dazu bewogen hat, der Veranstaltung auch diesmal wieder einen Besuch abzustatten. Zum Glück gab es nicht - wie bisher - freie Platzwahl, sondern schöne reservierte Sitzplätze nach Wahl, so dass wir alle 6 zusammen sitzen konnten. Und: mein Gefolge war mit meiner Buchung zufrieden, nah genug an der Bühne und trotzdem keine Genickstarre!

Eröffnet wurde der Abend von VINX, der mit seiner Stimme, einer Loop-Maschine und einer dröhnenden Trommel eindrucksvolle Kompositionen zu Stande bringt, klassische Entertainer-Qualitäten und eine einnehmende Ausstrahlung rundeten das Entree ab.

Mein Highlight: Viviane de Farias, eine Exil-Brasilianerin, die mit einer "feinfühligen Vokalkunst" die Gehörgänge verwöhnt. Bossa Nova - Klänge, die einen warm umhüllen, als ob man von einer Schüssel voll Wackelpudding vollständig verschluckt wird. Ein Spa für die Sinne, von Depression keine Spur mehr... Ein dänischer (!) Saxophonist, der den Beat im Blut hat und ein excellenter Pianist vervollständigen dieses Potpourri der Sinneswahrnehmung.... (die CD läuft jetzt schon zum 3. Mal im Loop...)

Zum Abschluss die ungewöhnliche Kombination MoZuluArt: ein österreichischer Pianist, 3 Vocalisten aus Zimbabwe und 4 Streicher des Wiener Symphonieorchesters kreieren eine stimmgewaltige Symbiose aus afrikanischen Klängen und der Zauberflöte. Überraschend, mitreißend und: sie haben geschafft, was keiner zuvor vermochte: Der komplette Saal stand 10 Minuten lang, tanzte, klatschte und sang zu MoZuluArt.

Ein unvergesslicher Abend, der einen fast 4 (!) Stunden dem Alltag entfliehen ließ...

Spaß.Gesellschafts.Abende 2009

Nach einer einstündigen Odyssee quer durch Duisburg bis nach Dinslaken und zurück nach Duisburg vorbei an den grün-weißen Partybussen vor dem Fat Mexican war ich am vergangenen Freitag um eine Erkenntnis reicher: wenn man den Weg "eigentlich" kennt, sollte man sich auf seinen Orientierungssinn verlassen und NICHT auf sein Navi.

Endlich angekommen am Theater am Marientor war ich dann auch so was von in Stimmung, dass meine liebenswerten Begleiterinnen mich direkt mit Prosecco UND Rotwein abfüllen wollten. Äh, don't drink and drive! Nachdem wir dann auch Karl Lagerfeld abgeschüttelt hatten, wurden wir freundlich von Dr. Stratmann in Empfang genommen und der Spaß konnte beginnen. Nach einigen nicht erwähnenswerten Versuchen unbekannter Comedians, konnte ich den Auftritten von Lioba Albus als Mia Mittelkötter, Murat Topal, dem türkischen Ex-Polizisten aus Neukölln und Lars Reichow am Klavier doch einiges Lachhaftes abgewinnen. Mein Tipp: Empfehlenswert! Die Spaß.Gesellschafts.Abende gibt es noch bis zum 25.11. in Duisburg... die Künstler gibt es im Anschluss auch zum Anfassen, wer will!


Die Rückfahrt hat übrigens 14 Minuten gedauert..


Donnerstag, 5. November 2009

Time to say goodbye

Mullewapp fliegt raus! Aufgrund der mitterweile enormen Geräuschkulisse die der kleine Kollege verursacht, musste er unlängst bereits in den Keller umziehen. Dort hat er es dann tatsächlich geschafft, auszubüchsen und kam meinem Vater die Tage entgegen spaziert. Der hatte schon vermutet, es hätte sich noch ein zweiter Igel ins Haus geflüchtet. Das Igeltier hat nun ein stolzes Gewicht von gut 400 Gramm und ingesamt schon 300 Gramm zugenommen. Aus diesem Grund wird er am Wochenende in den Garten bzw. die Garage umziehen, wenn er Lust hat, kann er dann Ausflüge machen oder sich direkt zum Winterschlaf einmummeln (ist bereits ab 15 Grad möglich). Ein Häuschen steht natürlich schon bereit. Auf den Bilder kann man tatsächlich erkennen, wie viel das Viech schon gewachsen ist. In der ersten Woche hat er noch vollständig in den Fressnapf gepasst.

Mittwoch, 4. November 2009

Folge verpasst?

Keine Sorge! Auf rtlnow.de (Schwiegertöchter und Bauern) kann man in der Woche nach der Sendung noch mal kostenlos eine Wiederholung - ohne Werbung - schauen. Auch Stromberg ist verfügbar: bei prosieben.de!!

Montag, 2. November 2009

Bauer sucht Frau

Sie sind wieder da: Die Bauern, die keiner haben will. Claus Clausen, der fröhliche Friese lädt seine auserwählte Andrea zum Krabbenbrötchen ein und sammelt Sympathien zumindest mit seinem norddeutschen "Snack". Ein schönes Haus hat er auch, vielleicht wird Andrea doch bleiben....

Dieter, der fleißige Rinderwirt empfängt seine Heike im Regen-Seidenblouson und die gelernte Friseurin darf sogar in seinem Zimmer übernachten. Die Brünette ist begeistert von den ganzen Muh-Muh's [...], die sie dort vorfindet.


Der fromme Milchbauer Josef, dessen Haus bisher ausschließlich von Heiligenfiguren bewohnt wurde, holt Narumol standesgemäß mit dem Traktor ab. Auch beim gemeinsamen Abendessen lässt er sich nicht lumpen und präsentiert eine Auswahl "für jeden Geschmack". Die kleine "Miau" bedankt sich mit einem Gute-Nacht-Kuß, auch wenn sie ab sofort erstmal Holz hacken muss, wenn sie warm duschen möchte.


Markus, der patente Pfälzer ist ganz hin und weg von der bayrischen Tierpflegerin Yvonne, hier scheint nach erstem Po-Grabschen und einer gemeinsamen Kutschfahrt der Funke bereits übergesprungen zu sein, denn Yvonne steht nun mal auf Brocken.


Zum Schluss müssen wir noch erkennen, dass Winzer Tobias tätsächlich mit dem ES-Clown im ehemaligen Bett seiner Großeltern nächtigt. Was ist jetzt gruseliger? Doch auch als "die Mudda" mit ihren Fettfingern den Salat neben den Tiefkühlcamenbert klatscht, lässt sich Kerstin noch nicht ins Bockshorn jagen.

Sonntag, 1. November 2009

Oops, I did it again

Habe mal wieder gelesen. An diesem Wochenende Jo Nesbo's "Das fünfte Zeichen". Sehr spannend, mit vielen Facetten auch des privaten Lebens von Hauptkommissar Harry Hole, der nicht nur ein besonders begabter Kriminalist, sondern auch ein Quartalssäufer, der vor seinen Dämonen der Vergangenheit davon läuft, ist.

Das ständige Wechselspiel der Erzählperspektive setzt sich wie ein Puzzle stetig zu einem komplexen Mordkonstrukt mit überraschendem Ende zusammen.

Und: dieser norwegische Roman spielt nicht wie üblich, im frostigen, nebligen und krimitauglichen skandinavischen Winter, sondern lehrt uns, dass es in Oslo auch im Sommer furchtbar heiß werden kann. Mitschwitzen garantiert!

It's all over now!

Das war es erstmal mit den gesuchten und vielfach auch gefundenen Schwiegertöchtern.. wir haben es geschafft, mit Tränen die gelacht wurden und körperlicher Fremdschäm-Schmerzen, die teilweise im Grenzbereich lagen.

So nahm es seinen Lauf:


Kavalier Jürgen besucht seine Ingrid in Norddeutschland. Dort darf die Naschkatze die Eisstiele abschlecken, aus denen die Frührentnerin dann anschließend formschöne Glasuntersetzer zaubert. Wenn das keine Seelenverwandtschaft ist, wie beide bei einer gemeinsamen Kutschfahrt erkennen müssen!

Der verliebte Fussballfan Jens muss sich - vorläufig - von der alleinerziehenden Claudia und ihrem Sohn Luca trennen. Ein richtiges Feuer scheint hier allerdings nicht entfacht, und seine 2 rausgepressten Tränen haben sicher noch das kleinste Lodern erloschen.

Hobbytänzer Holger und die blonde Gaby treffen sich in Bayern bei ihr zu Hause wieder. Dort lebt auch Max, der 16-jährige Sohn, er findet den Hasenfreund natürlich gaaaanz toll. Was wünscht man sich auch mehr, als so einen coolen Mann für seine Mutter? ;-) Beim gemeinsamen Baden im See, hatte ich jedoch zumindest kurzfristig Angst, dass Gaby dies nicht überleben würde, denn Holger's Kussattacken könnten Außenstehende auch als Versuch interpretiern, sie zu ertränken. Nicht picken, Holgi, küssen!!

Schlagerfan Bernd und Raumpflegerin Melanie. Was soll ich sagen? Wenn diese furchtbare Mutter nicht wie eine unheilbare Krankheit an ihm haften würde, hätten die beiden vielleicht eine Chance. So eine garstige, alte ... (sucht euch was aus)! Melanie, Hut ab, du warst noch viel zu nett!! Sich dir was ohne Anhang!

Karaokesänger Christian und Altenpflegerin: Sie zieht ernsthaft nach 5 Tagen Kennenlernen bei ihm ein. Oh mein Gott. Worte wie "jetzt gibt es auch keinen Weg mehr zurück" beunruhigen mich dann noch mehr. Mädel pass auf! So fangen fast alle Stephen King Romane an...

Das war das fulminante Finale von "Schwiegertochter gesucht", sagt die Vera zum Schluss, was soll ich da noch hinzufügen?